Grabenlose Verlegung

Zeitgemäß. Wirtschaftlich. Umweltbewusst.

Im Leitungsbau können Ver- und Entsorgungsleitungen bzw. Pipelines mit der geschlossenen Bauweise, der sogenannten grabenlosen Verlegung, ohne Aufgrabungen entlang der Linie verlegt werden. Vorteil dieser Verlegungsart gegenüber der offenen Bauweise ist, dass lediglich jeweils am Anfang und am Ende eines Leitungsabschnittes ein Schacht erstellt werden muss. Kreuzende Straßen, Schienen, Flüsse und Bauwerke bleiben nahezu unberührt und aufwendige Verkehrsumleitungen entfallen. Dadurch reduziert sich die Staub- und Lärmbelästigung für die Anwohner - somit ist diese Bauweise insbesondere in dicht besiedelten Gebieten zu bevorzugen.

Die grabenlose Verlegung stellt besondere Anforderungen an den Korrosionsschutz des Rohres: Auf der einen Seite muss das Schutzsystem flexibel bleiben, so dass Bewegungen des Rohres aufgefangen werden, auf der anderen Seite ist eine sehr hohe Abrieb- und Scherfestigkeit erforderlich. Ebenso sollte das Systems einfach in der Verarbeitung, lösemittel- bzw. geruchsfrei und gleichzeitig schnell aushärtend, d.h. einsatzbereit sein. Diese Anforderungen hat DENSO in seinen Lösungen für die unterschiedlichen Verfahren der grabenlosen Verlegung, z.B. Horizontalspülbohrverfahren oder Ramm- und Pressverfahren, aufgenommen und maßgeschneiderte Produkte entwickelt.

DENSOLID<sup>®</sup>-HDD
DENSOLID®-HDD

Spülbohrverfahren (HDD) und Pflugverfahren

Die Horizontalspülbohranlage bohrt einen unterirdischen Kanal und zieht im Rückzug ein oder mehrere Produkt- oder Leerrohre ein. Im Pflugverfahren verdrängt das Pflugschwert hingegen das Erdreich, damit in den entstandenen Hohlraum das Rohr geleitet und abgelegt werden kann.

Bei diesen beiden Verfahren müssen die Schweißnähte der Rohre zuverlässig gegen Korrosion und insbesondere gegen die immensen mechanischen Belastungen geschützt werden. Hierbei wird DENSOLID®-HDD eingesetzt. DENSOLID®-HDD zeichnet sich durch eine große Härte und Abriebfestigkeit, sowie eine gute Dehnbar- und Biegefestigkeit aus. Bereits nach sehr kurzer Zeit kann die Leitung eingezogen werden.

DENSOLID<sup>®</sup>-TLC
DENSOLID®-TLC

Ramm- oder Pressverfahren

Der Rohrvortrieb (dynamisches Rammverfahren) ermöglicht die grabenlose Verlegung von Stahlrohren bis zu einem Durchmesser von 4m auf einer Länge bis zu 100m. Bei dem Einsatz entstehen extreme Beanspruchungen durch die hohe Schlagenergie. Mit dem Vortrieb dringt das Erdreich sukzessiv in das Rohr ein und wird anschließend mit Wasser und Druckluft oder aber manuell entleert.

Bei diesem Verfahren wird für die Schweißnahtumhüllung DENSOLID®-TLC verwendet. DENSOLID®-TLC zeichnet sich durch eine schnelle Aushärtezeit sowie eine hohe Abrieb- und Scherfestigkeit aus.  Nach dem Auftragen von DENSOLID®-TLC kann die Aushärtung durch den Einsatz einer Brennerflamme sogar noch beschleunigt werden.

DENSOLID<sup>®</sup>-HK7 C
DENSOLID®-HK7 C

Schutz für Kunststoffrohre

Werden bei grabenlosen Verlegeverfahren Kunststoffrohre in das Erdreich eingezogen, so müssen die Schweißnähte, an denen die Kunststoffrohre miteinander verbunden sind, zuverlässig gegen die außergewöhnlich hohen mechanischen Belastungen geschützt werden.

DENSOLID®-HK7 C ist eine schnellhärtende und mechanisch widerstandsfähige Beschichtung auf Basis von Polyurethan für den Einsatz an Kunststoffrohren mit Schutzummantelung. Durch die glatte Oberfläche des ausgehärteten DENSOLID®-HK7 C wird bei der grabenlosen Verlegung dem Erdboden nur ein geringer Widerstand entgegengesetzt.